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Berlin - um tausend Ecken und immer wieder anders

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Laaaaange Anfahrt und Rückreise. Das ist es, was den meisten Schülerinnen und Schülern aus der Klasse 9b vielleicht zuerst einfällt, wenn sie an die gerade zurückliegende Klassenfahrt nach Berlin denken. Und dann natürlich das gefühlt 24-stündige Programm mit Technischem bzw. Jüdischem Museum, geführter Stadterkundung, Besuch einer Plenarsitzung im Bundestag, Holocaust-Mahnmal, Historischem Museum, Topographie des Terrors, Theateraufführung des Gripstheaters, Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Mosel/Rhein-Hunsrück, Herrn Peter Bleser, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie und, und, und... (Was es in diesem Zusammenhang außerdem noch mit dem Museum für ungarische Kunsttischlerei des 15. Jahrhunderts, dem Workshop für ural-lateinischen Obertongesang, dem überaus wichtigen Spitzenklöppel-Museum, der Fontane-Apotheke und weiteren Highlights unserer Klassenfahrt auf sich hat, muss vorerst leider noch ein Geheimnis bleiben.) - Fest steht, das Programm hatte es in sich - und musste fast ausschließlich zu Fuß bewältigt werden! Pädagogisch ausgefeilte Anfeuerungen von Seiten der Lehrer, die mitunter wie die übermotivierten Hasen in der einschlägigen Batteriewerbung wirkten, und Sachen wie: „Ich bin mehr als dreimal so alt wie du, das wirst du dann ja wohl auch schaffen!“ sagten, schienen dabei merkwürdigerweise wenig hilfreich zu sein... 
Und dennoch, die Klassenfahrt war großes Kino: Wir hatten Spaß! Nicht nur, weil wir tatsächlich im Kino waren oder mithilfe des Regisseurs Thomas Ruge und des Kameramanns und Cutters Palle Bomholt Andersen mit viel Spaß einen richtigen kleinen Film gedreht haben (!), sondern auch, weil alle entspannt waren (Sogar die Lehrer! - solange niemand auf dem Fahrradweg rumlatschte!!!), weil unsere Unterkunft, das Three-Little-Pigs-Hostel in einem ehemaligen Nonnenkloster, zwar skurril, extrem labyrinthisch und alt, aber irgendwo auch genial war, weil Frau Müller, die in Endlosschleife alle an die Mitnahme ihres Personalausweises für den Bundestag erinnert hat, den ihren als einzige vergessen hatte, weil Herr Dzeik so viel gezaubert hat, weil wir Laser-Tag gespielt haben, weil wir die „Mall of Berlin“ entdeckt haben, weil es zwei Billiard-Tische im Hostel gab und der Lidl gleich um die Ecke war, weil die Funbike-Tour bei der Stadterkundung doch nicht peinlich war, sondern ziemlich viel Spaß gemacht hat und weil … Berlin einfach toll ist! - Und die 9b sowieso!
H. Müller