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Chronik

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Lateinschule

 

1573:

Eröffnung der Trarbacher Lateinschule (schola). Es werden 2 Klassen in 3 Räumen auf 2 Stockwerken unterrichtet und es darf nur lateinisch gesprochen werden. Die christliche Schule untersteht der geistlichen Aufsicht.

1620:

Der 30-jährige Krieg scheint erstmals das Ende der jungen Schule zu bedeuten.

 


 

Gymnasium illustre

 

1649-1800:

Herzog Georg Wilhelm läßt neue Lehrmethoden einführen, die sich an Comenius orientieren und es ermöglichen, daß die Absolventen der Schule direkt die Universität besuchen können. Es wird auch kein Schulgeld mehr erhoben.

1800-1818:

Das Provisorium 1798 wurde von der franz. Republik die Trennung von Kirche und Schule ausgesprochen, die Schule verliert endgültig den kirchlichen Charakter. Trotz entsprechender Gesuche findet die Trarbacher Schule keine staatliche Anerkennung.

 


 

Progymnasium

 

1857:

Am 21.07. Großbrand in Trarbach, nur die Moselfront und das Gymnasum bleiben verschont.

1868:

Erster Anbau, es gibt nun 6 Räume, Eröffnung einer Vorschule am Progymnasium (Orientierungsstufe).

1889:

Zweiter An- und Umbau, die Rektorwohnung wird zu 2 Klassenräumen sowie einem Zeichen- und Versammlungsraum umgebaut, alle Räume werden an die Wasser- und Stromleitung angeschlossen.

 


 

Gymnasium zu Traben-Trarbach

 

1904:

Nach Vereinigung der Doppelstadt erfolgt die Änderung des Schulnamens von Königliches Gymnasium zu Trarbach in Königliches Gymnasium Traben-Trarbach.

1910:

Es wird statt Griechisch Ersatzunterricht in Englisch angeboten.

1911:

Festsetzung der Unterrichtsstunde an allen Höheren Schulen auf 45 Minuten.

 


 

Zeit der Weltkriege

 

1914 - 1917:

Der Direktor und 6 Lehrer werden eingezogen. Es wird erstmals Kurzunterricht erteilt.

1918:

1918 gibt es Kohleferien, denn es ist zu kalt um weiter unterrichten zu können. Der Unterricht wird bis zum Kriegsende mit den zur Verfügung stehenden Lehrern aufrecht erhalten. Im Ersten Weltkrieg sind 113 Schüler und 3 Lehrer des Gymnasiums gefallen. Ihre Namen wurden in einem Ehrenfenster verewigt. Dieses Fenster wurde später jedoch zerstört.

1919:

Brand des Gymnasiums (siehe Bilder) am 12. April, der 2. und 3. Stockwerk einschl. Aula und Orgel zerstört. Der Wiederaufbau ist aus finanziellen Gründen ernsthaft gefährdet.

1927:

Erstmals erscheint eine Schülerzeitung (Jungwerk), die nach 4 Ausgaben aus finanziellen Gründen wieder eingestellt worden ist.

1933:

Durch Hitler-Jugend und SS zieht im Gymnasium ein vom NS-Regimes geprägter Geist ein. Es kommt zu Bücherverbrennungen auf dem Schulhof gegen den undeutschen Geist. Der bisherige Direktor Dr. Matthäus wird nach Demonstrationen der Hitler-Jugend gezwungen, die Schule zu verlassen. Sein Nachfolger führt die Schule im Sinne des Nationalsozialismus.

1934:

Einberufung der Klasse 7 zu einem Wehrtüchtigskeitslager, ärztliche Untersuchung der Jahrgänge 1926/27 für den Bodeneinsatz bei der Luftwaffe, Musterung des Jahrgangs 1926 für die Waffen-SS. Der Jahrgang 1926/27 wird als Flakhelfer nach Trier eingezogen.

1944 - 1946:

Der Jahrgang 1927/28 wird als Luftwaffenhelfer nach Lothringen eingezogen. Die letzten Lehrer unter 50 werden eingezogen. Der Unterricht wird nur noch in beschränktem Maße durchgeführt. Das Schulgebäude wurde auf Lazarett-Eignung geprüft. Eine Schlächtereikompanie belegt die Schule. 

Am 6.1.1945 übernimmt eine Fallschirmjägereinheit das Schulgebäuse als Lazarett, im Mai besetzen die Amerikaner die Stadt. Das Schulgebäude wird von einem englischen und später von einem französischem Truppenteil belegt. Hausmeister J. Schumacher rettet die wertvollen alten Bestände der Bibliothek duch Auslagerung in Privathäuser. 

Die Namen und Zahlen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen ehemaligen Schüler konnte bis heute nicht genau ermittelt werden. Nach Kriegsende wird der Unterricht nach der Freigabe des Schulgebäudes durch die Alliierten unter schwierigen Umständen wieder aufgenommen. 

Im Sommer wird die Schülerzeitung "Die Lupe" herausgebracht, die aber nach nur einer Ausgabe wieder eingestellt werden muß, da es zuerst einer Genehmigung des Militärs bedarf.

 


 

Staatliches Gymnasium Traben-Trarbach

 

1963:

Beginn eines Um- und Erweiterungsbau

1964:

Der 1.Jahrgang der neuen Folge der Schülerzeitung "Die Lupe" erscheint.

1968:

Wegen Raumnot wird die Errichtung eines Pavillon mit zwei Klassenräumen auf dem Schulhof beschlossen und durchgeführt.

1970:

Es wird ein Sprachlabor eingebaut, das später wegen Raumnot wieder zu einem "normalen" Klassenraum umgebaut wird.

1997:

Wegen Raumnot (hoher Neuzugang) wird eine zweistöckige Gebäudeeinheit auf dem Schulhof errichtet.

 


 

... wird fortgesetzt