Gedenkveranstaltungen haben am Gymnasium Traben-Trarbach eine lange Tradition. Am 27. Januar 2026 fand erneut eine eindrucksvolle Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag statt. Organisiert von der MSS 3 im Fach evangelische Religion mit der Fachlehrerin Hilke Müller, wurde das Bewusstsein für die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des Holocausts durch interaktive Plakate, die im Schulgebäude ausgehängt wurden, geschärft.
Die Veranstaltung begann in der ersten großen Pause mit einer dreiteiligen Rede, in der die Schulgemeinschaft im Rahmen einer Kritischen Pause die Gelegenheit hatten, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen und ihre Gedanken zu teilen.
Bereits am Vortag war Christian Altmayer vom SWR in der Schule. Seine Interviews rückten das Engagement der Schüler und Schülerinnen und die Wichtigkeit des Gedenkens in den Fokus. Anlass war die vom Arbeitskreis „Initiative Gedenken, Erinnern und Begegnen – Jüdisches Leben in Traben-Trarbach ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit den Schulen im Ort. Bereits in den Jahren zuvor hatten Schüler und Schülerinnen der SoR-AG und verschiedener Geschichtsklassen und -kurse des Gymnasiums, betreut von Anette Heintzen, erfolgreich zu jüdischen Schülern und jüdischen Häusern recherchiert. Michelle Steffens (Abitur 2020) entwickelte daraus einen Geocache. Auch diese Ergebnisse flossen in einen neuen Rundgang mit dem Titel „Das jüdische Traben-Trarbach“ ein, der am 27.1. abends im Rahmen einer Gedenkveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Während des Rundgangs zu Häusern, in denen jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen arbeiteten und lebten, lasen drei Mitglieder der SoR-AG deren Namen vor und berichteten über ihr Schicksal. Pfarrer Jörg Henrich zitierte in diesem Zusammenhang Elie Wiesel: »Wer sich dazu herbeilässt, die Erinnerung an die Opfer zu verdunkeln, der tötet sie ein zweites Mal«. Die Vorlesenden wollten mit der Nennung von Namen und Schicksalen auch daran erinnern, dass Antisemitismus, Rassismus und Gewalt in erschreckender Weise in und aus der Mitte unserer Gesellschaft wieder zunehmen und man entschieden entgegentreten muss.
Die starke Gemeinschaft, die am Gymnasium gepflegt wird, zeigt sich in der aktiven Teilnahme an solchen Veranstaltungen und Projekten. So entsteht ein positives Lernumfeld, in dem sich alle wohlfühlen können.
Insgesamt waren beide Gedenkveranstaltungen wieder ein bedeutender Beitrag zur lebendigen Erinnerungskultur am Gymnasium Traben-Trarbach, die Bildung und Gemeinschaft miteinander verbindet.












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