Schulbesuchstag der Landtagsabgeordneten zum 09.11. – dem Tag des Schattens und Tag des Lichts!

Am 11. November fand erneut die fast schon traditionelle Diskussion von Mitgliedern des Landtags (MdL) mit der Jahrgangsstufe 10 statt, an der dieses Mal auch noch der Leistungskurs Sozialkunde der MSS3 teilnehmen konnte. Im Rahmen des Schulbesuchstages für Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Parteien erschienen Frau Blatzheim-Rögler (Bündnis 90/ Die Grünen), Frau Bettina Brück (SPD) und Frau Elfriede Meurer (CDU). Anlass war das Gedenken zum sogenannten „Schicksalstag der Deutschen“, dem 09.11., an dem zufällig gleich eine ganze Reihe entscheidender historische Ereignisse in Deutschland stattgefunden haben: einerseits vor allem die Reichsprogromnacht 1938 gegen jüdische Bürger und andererseits der Mauerfall, der sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährte.

Nach der Begrüßung durch Herrn Barheier, der die historischen Ereignisse kurz einordnete, stellten die Abgeordneten sich selbst mit ihrem persönlichen Weg in die aktive Politik vor.

Dann standen sie den Schülerinnen und Schülern für all ihre Fragen zur Verfügung. So wurde beispielsweise über die große Verantwortung der Landtagsabgeordneten für über vier Millionen Rheinland-Pfälzer im Gesetzgebungsprozess gesprochen, über die Erschwerung der Arbeit im Landtag seit dem Einzug der AfD nach der letzten Landtagswahl, aber auch über noch bestehende Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen in Deutschland. Auch die grundsätzlich positive Haltung der Gäste zu „Fridays for Future“ sowie verschiedene Kritikpunkte an der Bildungspolitik waren für die Schülerinnen und Schüler natürlich von besonderer Bedeutung. Bei all diesen Fragen kam es eigentlich nicht zu Kontroversen zwischen den drei Abgeordneten oder mit den Schülerinnen und Schülern, sodass die Veranstaltung insgesamt eher ruhig verlief.

Möglicherweise bot die derzeit besonders stark in Personaldebatten verwickelte Politik eher wenig umstrittene bundespolitische Sachthemen, die auch Schülerinnen und Schüler interessieren, was sich bis zum nächsten Jahr sicherlich ändern wird.

H. Stephan