Jünkerath, 28.06.25. Von Jünkerath aus starten die Teilnehmer des diesjährigen Camps bei hochsommerlichen Temperaturen in ein unvergessliches Abenteuer.
Die schlechte Nachricht zuerst: Herbert Ehlen, unermüdlicher Planer und Motivator, ist nach dem diesjährigen Camp von seiner Funktion als Organisator zurückgetreten. Das World Fairplay Camp wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Für die etwa 100 jugendlichen Teilnehmer des Camps spielte das aber zunächst noch keine Rolle: Gut gelaunt und voller Spannung starteten sie am Samstagmorgen in ihr Sommer-Abenteuer: Wo in den Weltkriegen Panzer zur Front rollten, auf der historischen Trasse der Vennquerbahn, führt heute ein grenzüberschreitender Radweg an der belgischen Grenze entlang. Auf der piekfeinen Asphaltbahn ging es durch den Parc Naturel des Hautes Fagnes über Bütgenbach nach Aachen und von dort nach Würselen. Hier schlugen die Radsportler nach den ersten 100 km im Gymnasium ihr Lager auf. Von Würselen aus erkundigten sie in den nächsten Tagen auf sogenannten „Themenrouten“ die Umgebung. Die Tagesetappen, jeweils zwischen 80 und 100 km, wurden bei extremen Temperaturen, die mittags an der 40 Grad-Grenze kratzten, zum sportlichen Härtetest, den die Jugendlichen dank guter Vorbereitung klaglos meisterten. An den Tageszielen besuchten sie historisch, politisch, kulturell oder naturwissenschaftlich interessante Orte von völlig unterschiedlicher Bedeutung. So z.B. den Aachener Dom und die Nato-Airbase, den Tierpark Aachen und das Hambi-Camp im Hambacher Forst, das Dreiländereck und das Discovery in Kerkrade (ein interaktives Erlebniszentrum zu naturwissenschaftlichen Themen), die Mergel-Höhlen in Falkenburg und das Bergbaumuseum Energeticon in Alsdorf, das auf einer ehemaligen Baugrube steht. Überall warteten spannende Führungen und Ausstellungen – eine echte Bildungs-Zeitreise auf zwei Rädern!
Nach den anstrengenden Hitzefahrten konnten die Schüler abends ihre Akkus füllen, indem sie sich mit der abwechslungsreichen Küche der Schulküche stärkten, auf dem Schulgelände spielten und chillten oder sich bei einem Stadtbummel mit Besuch der Eisdiele entspannten.
Am Abschlussabend verabschiedete sich Herbert Ehlen mit der letzten seiner berühmten Diskussionsrunden. Die Erlebnisse der Tour wurden noch einmal gesammelt und Herbert Ehlen legte, sichtlich bewegt, den Schülern noch einmal die Werte nahe, für die seine Fairplay- Tour seit 30 Jahren wirbt:
Lebe das Fair Play:
Reicht euch die Hände. Toleriert einander. Seid ehrlich, gerecht, solidarisch. Behandelt euch selbst, andere – und die Erde – mit Respekt.
Für diese von ihm tief empfundenen, vorbildlich gelebten und mit Leidenschaft vorgetragenen Worte erhielt Herbert Ehlen von den Jugendlichen begeisterten Applaus. Sie haben in den Fahrten mit ihm gelernt:
Teilen und Spalten bringt uns nicht weiter, nur gemeinsam sind wir stark!
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