Wenn wir den Wald sterben lassen, verlieren Worte ihren Sinn“ (G. Grass)

Mit dem Wald gehen nach und nach Wörter verloren. Werden Kinder späterer Generationen noch das Wort ´Fichte´ in ihrem aktiven Wortschatz tragen? Und auch Konzepte, die wir mit abstrakten Wörtern verbinden, werden verschwinden, wenn der Wald stirbt: Ruhe, Ursprünglichkeit, Einklang, Idylle. ´Nachhaltigkeit´ soll nicht nur ein Schlagwort und abstraktes Leitbild unserer Zeit, sondern für Kinder und Jugendliche erlebbar sein und zum achtsamen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Im Rahmen der Projektwoche (18.-21.07.2022) näherte sich eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der 5.-9. Klassen diesem Thema mit festem Schuhwerk und viel Motivation.

Die Waldbegehung mit Herrn van Even vom Forstamt Traben-Trarbach ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eine Begegnung mit den vielfältigen Baumarten der Nadel- und Laubbäume unserer Region. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem deutlich sichtbaren Sterben der Fichten geschenkt, seiner Ursache und seinen Folgen, sowie der Bedeutung des Mischwaldes. Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Verarbeitung und Nutzung des Holzes und der nachhaltigen Waldnutzung. Es war spürbar für die Schülerinnen und Schüler, dass unsere Wälder faszinierende und zugleich fragile Ökosysteme sind, Lebensraum von Tieren und Pflanzen, Grundlage vieler Wirtschaftsbereiche und Raum für Freizeitaktivitäten und Erholung zu jeder Jahreszeit. Gewusst haben wir es auch vorher, doch nun wurde durch die unmittelbare Auseinandersetzung Erleben und Erkenntnis: dass sich der Mensch durch einen nicht-nachhaltigen Umgang mit dem Wald eines Teils seiner Lebensgrundlage selber beraubt. So nehmen wir die Einladung, eine kleine Schonung neu anzupflanzen, gerne wahr.

Unser Besuch beim Imker, Herrn Lettl, stellvertretender Vorsitzender des örtlichen Imkerverbandes und Mitglied des Vorstandes des Kreisverbandes, bot den Schülerinnen und Schülern zunächst direkt an den Bienenstöcken auf einer großen Wiese am Waldrand interessantes Wissen über das Bienenvolk und den Bienenstaat als Demokratie. Herr Lettl gewährte uns sogar Einblick in einen Honigraum mit all seinen verlockenden Honigwaben und den hunderten von emsigen Arbeiterinnen. Anschließend wurden wir durch die kleine Imkerei geführt und lernten viel über die Gewinnung von Honig und den Bau von Beuten. Natürlich durfte die Verkostung des süßen Goldes direkt aus der Wabe nicht fehlen und auch Propolisbonbons wurden gerne als Wegzehrung mitgenommen.

Bei unserer Waldsitzung zum Schwerpunkt Boden lernten die Schülerinnen und Schüler viel von Herrn Dr. Sauer, stellvertretender Leiter des Kompetenzzentrums für Klimawandeilfolgen, der ihnen zunächst in Theorie die Wechselwirkungen zwischen Klima, Boden und Vegetation erklärte. Mit viel körperlichem Einsatz unterstützte dann manch Freiwilliger Herrn Sauer bei der Gewinnung und dem vorsichtigen Bergen des Bohrkerns aus einem Bohrstock zur Bestimmung des Bodentyps. Wie wird sich genau dieser Boden, der sich vor uns aufgeschlossen hat, durch den Klimawandel verändern? Welche natürliche Vegetation wird darauf wachsen können? Wie werden wir ihn landwirtschaftlich nutzen können? Mit Antworten auf all diese spannenden Fragen endeten die Projekttage unserer Gruppe. Doch werden diese und ähnliche Fragen die Schülerinnen und Schüler die nächsten Schuljahre begleiten – denn Nachhaltigkeit muss gelehrt, erlebt und gelebt werden.

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