Im letzten Schuljahr wurde der Grundstein gelegt für eine konstruktive Zusammenarbeit und Schulkooperation vor allem auf dem Gebiet der Erinnerungskultur beider Schulen. Wichtige Bausteine auf dem Weg zur Partnerschaft waren das Kennenlernen der „DSA erinnert“ – Homepage,  die Auseinandersetzung mit der deutschen Besatzungszeit in Griechenland (Memories of the Occupation in Greece – MOG) und Erinnerungsarbeit der Schule ohne Rassismus – AG des Gymnasiums Traben-Trarbach.

Nachdem zuvor Videobotschaften verschickt und Soziale Netzwerke genutzt wurden, fand das lang ersehnte erste persönliche Treffen zwischen Schülerinnen und Schülern der DSA und dem GymTT statt. Acht Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „DSA erinnert“, geleitet von Regina Wiesinger und begleitet von Jens Koslowsky, lernten die 18 Mitglieder des Leistungskurses Geschichte von Anette Heintzen, begleitet von Nicole Ingrillini, kennen.

Intensive Arbeitstage folgten. Live zugeschaltet aus Paraquay war David Velazquez Seiferheld, Enkel von Berthold Seiferheld, einem jüdischen Schüler unseres GymTT, der 1926 hier Abitur machte. Zum ersten Mal sprach die Familie öffentlich über die Vergangenheit.

In Trarbach wurde der von der SoR-AG konzipierte Geocache zu jüdischen Häusern auf Aktualität geprüft.

In der Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert begrüßte Dieter Burgard, ehemaliger Antisemitismusbeauftragter des Landes, die Austauschgruppe, Georg Mertes übernahm die Führung. Peter Szemere vermittelte in der Synagoge Trier Einblicke in das religiöse Leben der jüdischen Gemeinde.

Zwei Tage verbrachte die Gruppe auf Einladung von Landtagspräsident Hendrik Hering, der die Zusammenarbeit der beiden auf dem Gebiet der Erinnerungsarbeit so engagierten Schulen besonders würdigte, in Mainz.  Das Programm beinhaltete ein Planspiel zur Demokratiebildung im Plenarsaal (Führerschein mit 16 Jahren), die Führung ‚Auf den Spuren der NS-Vergangenheit durch die Mainzer Neustadt‘, organisiert von Dr. Cornelia Dold vom „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ und ein Gespräch mit Hendrik Hering, dem eine Zeitzeugenveranstaltung mit den „Kindern von Lidice“ folgte. Drei Herren, die das Massaker von Lidice am 10. Juni 1942 überlebt hatten, erzählten über ihr Leben und beantworteten Fragen.

Emotional bewegte die Schülerinnen und Schüler sicherlich das Treffen mit der Zeitzeugin Edith Erbrich, die als Kind Theresienstadt überlebte, am tiefsten. Amalia, Nicolas, Emmy und Laurenz moderierten das Gespräch, welches vor Publikum in den Mainzer Kammerspielen stattfand. Alina, Amalia und Mario sorgten für den musikalischen Rahmen.

Untergebracht waren die griechischen Gäste zunächst fünf Tage in Familien (Vielen Dank dafür!), sodass Alltag und Freizeitkultur an der Mosel und auf dem Hunsrück erlebt werden konnten. Tränen flossen reichlich beim Abschied der neuen Familienmitglieder. Und so beschreiben alle Teilnehmenden neben allen inhaltlichen Highlights das Zwischenmenschliche des Austauschs etwas ganz Besonderes. Den Rückbesuch des GymTT in Athen Ende April können alle kaum erwarten.

Ermöglicht wurde der Austausch durch ein Erasmus+ – Programm (Koordination Hilke Müller),  das Pädagogische Landesinstitut, den Landtag des Landes Rheinland-Pfalz und das Haus des Erinnerns. Oliver Zimon koordinierte den Aufenthalt in Mainz. Nicht vergessen möchten wir an dieser Stelle Bettina Münch-Rosenthal von der ADD Koblenz, die die DSA und das GymTT gematcht hat.

Die Teilnehmenden bedanken sich sehr herzlich bei allen.

Fotos: A. Heintzen, J.Koslowsky, R.Wiesinger

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